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Körper, Geist & Seele vereinen … ein Yoga-Monopol? oder perfekt auch mit Pilates?

Aktualisiert: 3. Juni


It is the mind that shapes the body

Joseph H. Pilates


Ganz ehrlich, die meisten denken doch „Pilates…ist doch sowas wie Yoga“. Doch sobald sie beidem eine Chance gegeben und es ausprobiert haben, ist diese Aussage Geschichte😊


Beginnen wir doch mit den vielleicht größten Gemeinsamkeiten von Yoga und Pilates:

  • sich überhaupt zu bewegen und zwar regelmäßig,

  • im ganzen Körper geschmeidiger und kraftvoller zu werden und

  • wahrscheinlich am wichtigsten … wieder viel bewusster zu werden für den eigenen Körper und die Bewegungen.


Nach Jahren in der Routine – sei es durch Job, Alltag, Einschränkungen durch Verletzungen oder Krankheiten etc. machen wir sehr viel aus einem antrainierten und gewohnten Muster heraus. Und das bezieht sich meist auch auf unser Denken, welches wir hervorragend konditionieren und vieles als unmöglich betrachten oder total absurd. Spätestens mit Start des Berufslebens schwindet einfach die Zeit, die wir mit ausprobieren und Neuem kennenzulernen verbringen. Uns selbst dadurch auch immer wieder neu kennenzulernen und Gewohnheiten zumindest in Frage zu stellen. Und oft in der Lebensmitte gehen wir dann wieder auf die Suche aus dem Gefühl heraus, wieder mehr zu sich selbst zu finden und weniger fremdgesteuert zu leben.

Und hier kommen zuerst Bewegungsformen ins Spiel wie Yoga, Qigong und Tai-Chi. Pilates aber nicht wirklich und das obwohl es mittlerweile so bekannt ist.


Pilates ist Fokus – Fokus auf Deinen Körper in all seinen Facetten, es wird halt leider meist auf Bauch und Rücken ‚degradiert‘. Die Übungen sind komplex, dynamisch und herausfordernd und es bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als Dich genau auf diesen Moment zu fokussieren. Pilates ist Körperarbeit, aber letztlich lässt sich der Körper nur entwickeln und ist zu neuen Herausforderungen bereit, wenn der Geist es ebenso ist. und den Weg öffnet.


Gerade wir Frauen dürfen einen richtig starken Körper entwickeln, was definitiv nicht gemeint ist in Richtung Bodybuilding o.ä. Viel wichtiger ist, stark im Leben (im Sturm des Lebens – jetzt wird es lyrisch😊) stehen zu können, sich ihrer selbst bewusst zu sein und dafür einzustehen.


Ich selbst habe Yoga einige Jahre bei einem tollen Lehrer praktiziert, aber nie eine solide Ausbildung gemacht. Ganz im Gegensatz zu Pilates. Also bitte ich an dieser Stelle um Verständnis, sollte ich Details nicht 100%ig korrekt schreiben bzw. die falschen Begriffe benutzen.


Körper und Geist vereinen, innere Ruhe und Zufriedenheit finden:


Yoga

Das Ziel ist die Einheit von Körper, Geist und Seele. Meine eigene Erinnerung (und auch aktuell noch einmal recherchiert) ist, dass dieser Zustand durch Mediation erreicht wird. Die Yoga-Asanas dienen dazu den Körper zu öffnen, in den Fluss zubringen und zu ermüden, um bereit zu sein für eine noch tiefere und längere Mediation als ohne die Körperübungen. Durch die Asanas wird also der Körper und vor allem auch der Geist vorbereitet und beruhigt.


Pilates

bringt Dich ab Minute 1 ins fühlen und dadurch in Deinen Fokus. Du nimmst Deine Bewegungen ganz bewusst wahr, wie Du Dich bewegst und wie sich damit Dein Körper anfühlt. Du spürst auch ganz klar Deine (heutigen) Grenzen – körperlich und geistig - und mit etwas Praxis fallen Dir auch die Parallelen zum alltäglichen Leben auf.

So viele Menschen auf dieser Erde leben, so individuelle Ansätze gibt es wohl auch, in die innere Ruhe und Balance zu kommen. Für mich ist der Körper ein Schlüssel. Und mit Pilates habe ich eine Methode gefunden, die genau diesen Ansatz fördert. Aber auch in der Bioenergetik (Wilhelm Reich & Alexander Lowen) schaffen eine Verbindung von seelischem Gleichgewicht und körperlichem Wohlbefinden.


Wie hat es sich entwickelt - gaaanz kurz:


Yoga

Hat sich über Jahrtausende entwickelt und ist sehr detailliert dokumentiert. Die Yoga Asanas (Übungen) sind nur ein Teil der Lehre, die auch Atmung, Meditation und vieles mehr beinhaltet. Eigentlich macht man Yoga nicht, sondern lebt es. Die Kultur, in der Yoga entstanden ist, ist mit der hier in Mitteleuropa nicht vergleichbar. Die Lebensweise könnte unterschiedlicher nicht sein und dennoch oder vielleicht gerade deshalb zeigt sie uns etwas, wonach wir Westeuropäer uns einfach sehnen.


Pilates

hat in einem Mini-Büchlein ganz rudimentäre Dinge festgehalten und die Genialität seiner Methode ‚nur‘ seinen direkten Schülern gelehrt. Diesen ist es auch zu verdanken, dass sie heute noch unterrichtet wird. Pilates selbst ist in Deutschland aufgewachsen und in seinen 40ern nach NY ausgewandert. Er wusste genau um die physischen Herausforderungen der Menschen, die mit der Industrialisierung einhergegangen sind. Und teils auch sehr vergleichbar mit der heutigen Zeit.


Er hat unendlich viel beobachtet: Tiere, Babies, Yogis, Turner, Boxer, asiatische Kampfkunst. Und dadurch finden sich auch immer wieder Elemente und Übungen im Pilates wieder. Auch einige Yoga Übungen, jedoch angepasst an die Grundprinzipien und jederzeit in voller Kontrolle.


Atmung - ein ganz wichtiger Anker im Yoga oder auch im Pilates?


Yoga

nutzt die Atmung als zentrales Element, sowohl für die Asanas als auch die Meditation. Es leitet vom rein körperlichen in den meditativen Zustand mit tiefer innerer Ruhe. Der Atem führt durch die Bewegung, füllt Bauch, Brustkorb und Zwerchfell gleichermaßen und ist super intensiv und tief.


Pilates

Der Atem spielt auch eine zentrale Rolle. Das Powerhouse wird ganz besonders auch über den Atem aktiviert und dadurch die Muskelarbeit gesteuert. Es braucht etwas Übung, den Bauch tief eingezogen zu halten und nur ins Zwerchfell zu atmen. Aber genau hier fängt die Kontrolle schon an😊.


Ich habe auch das Hatha Yoga als sehr kraftvollen und dynamischen Sport empfunden und nach einigem Üben auch sehr gut in die Meditation hineingefunden. Auch Kundalini Yoga mit den tollen Mantras war eine tolle Erfahrung. Es hat mich aber nie weitergebracht in meiner Entwicklung, weder körperlich noch geistig. Und so geht es wohl uns allen. Dass wir ausprobieren sollten, was genau sich für uns selbst passend anfühlt. Dem auch Zeit geben und nicht nach 1 oder 2 Wochen wieder aufgeben. Manchmal landen wir direkt beim ersten Versuch einen Volltreffer. Und manchmal braucht es ein paar Anläufe.


Es gibt noch so viel mehr, was sowohl Pilates als auch Yoga anstreben, aber eben mit einer doch sehr unterschiedlichen Herangehensweise. Welche ist Deine oder findest Du sogar einen großen Reiz in beiden Ansätzen? Lass es mich gern wissen!


Pilates vereint so vieles in einer Stunde ‚workout‘:

💎 Die Übungen bauen ohne Zweifel richtig viel Kraft auf … ausgehend vom Powerhouse. Aber genau mit dieser kraftvollen Mitte kontrollieren wir alle anderen Bewegungen. Kontrolle ist das Stichwort, nämlich den Körper ganz bewusst und gezielt zu bewegen, statt irgendwie.

💎 Jede Übung im ‚workout‘ ist auch gleichzeitig Dehnung. Auch hier ist es die bewusste Wahrnehmung und Ausführung.

💎 Durch die Komplexität vieler Übungen und die bewusste Einbindung des Atems bist Du sofort auf Dich selbst fokussiert. Dieses eine Stunde zu halten braucht einige Übung. Ich bin mir sicher, auch Dir wird nach einer Stunde auffallen, wie zentriert, ruhig und klar Du Dich fühlst. Ich habe nach einem workout immer das Gefühl, die Farben ganz anders zu sehen…viel frischer.


Es ist also keine Frage der Entscheidung zwischen Yoga oder Pilates. Sondern vielmehr die Frage, was Dein Körper heute (!) braucht.


Du kennst Pilates bisher überhaupt noch nicht? Dann schau sehr gern auf eine kostenfreie Probestunde vorbei und mache Dir selbst ein Bild. Hier vor Ort in Schwerin oder online: Dana Sterbak Pilates in Schwerin | Kurs hier direkt buchen (ds-pilates.de)



klassische Pilatesübung am Tower: Shoulder rolldown
klassische Pilatesübung am Tower: Shoulder rolldown




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